Die Geschichte der Rotstab-Clique Liestal


Vor der Fasnacht 1930 beschlossen einige interessierte Tambouren und Pfeifer unter der Anleitung der Gebrüder Ernst und Paul Baumgartner – beides aktive Mitglieder der Basler Mittwochs-Gesellschaft – das Basler Pfeifen und Trommeln zu erlernen. Im selben Jahr marschierten an der Fasnacht in Liestal schon 9 Pfeifer, 15 Tambouren und der Tambourmajor Max Strübin mit einem kleinen Repertoire aus den "Alten Schweizermärschen" (Teil 1) und dem "Arabi".

 

Die eigentliche Gründung der Rotstab-Clique erfolgte dann im August desselben Jahres. Fasnacht und Banntag sind bis heute zwei Hauptaktivitäten.

Damals wie heute gab es zahlreiche freundschaftliche Beziehungen zu den Baslern. Im Jahre 1934 nahm die Rotstab-Clique am Monstre-Trommelkonzert in Basel und an den Umzügen am Montag- und am Mittwochnachmittag teil, und das erst noch gegen Honorar! Die Rotstäbler blieben aber immer gerne in der heimatlichen Residenz. In jedem Rottenspiel, in jeder der heute zahlreichen Liestaler Tambouren- und Pfeifercliquen sind Rotstäbler oder ehemalige Rotstäbler zu finden.

Im Jahr 1933 ging im Kino "Uhu" die erste Liestaler Vorfasnachtsveranstaltung über die Bühne. Daraus entstand das heute weitherum bekannte und nicht mehr wegzudenkende Rotstab-Cabaret.

Zum 20-Jahr-Jubiläum erhielt die Rotstab-Clique den Marsch "Rotstäbler", der noch heute nicht öffentlich zugänglich ist.

Im Jahre 1962 wurde der erste Cliquen-Keller an der Rosengasse eingeweiht. Der jetzige Rotstab-Keller befindet sich an der Kanonengasse 51 im Thomasturm.

Schon bald wurde der Nachwuchsförderung grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Bereits ab 1935 gab es eine Junge Rotstab. 1969 wurden die Rotstab-Jüntli gegründet, eine heute noch eigenständige Frauen-Gruppe, und 1972 folgte die Gründung der Alten Rotstab (heute Senioren genannt). Als jüngstes Cliquenkind neben den Binggis, der Jungen Garde, dem Stamm und den Senioren (inkl. Wagen) pflegen seit 1996 die älteren Herrschaften des Stamms unter dem Namen Rotstab-Chlütteri die Trommel- und die Pfeiferkunst. 

Seit 2003 sind wir Mitglied des Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeiferverbandes und nehmen mit den Aktiven wie auch den Jugendlichen regelmässig an Wettspielen teil.

Heute sind in der Rotstab-Clique ca. 160 Aktivmitglieder und in der Jungen Rotstab rund 25 Jugendliche vereinigt.

Unter der Leitung von bekannten Instruktoren wird heute auf hohem Niveau getrommelt und gepfiffen.

Mehr zur Geschichte der Rotstab-Clique von den Gründungsjahren bis in die jüngste Vergangenheit ist in der Rotstab Chronik nachzulesen, die Fritz Strübin dem Verein zu seinem 85-jährigen Bestehen geschenkt hat. 

 

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